Das Aprilwetter verlief die letzten Tage genauso passend und abwechslungsreich wie das Wiener Impro Festival. Am vierten Tag erschufen die Darstellenden von Sollbruchstelle AG in der ersten Hälfte eine Premiere über das liebe Geld, während Zieher & Leeb in der zweiten Hälfte Wünsche wahr werden ließen.

Vom Leidensweg der Förderfindung nach Aaron
Aaron ging es per se nicht unbedingt schlecht in seinem schönen modern eingerichteten Loft. Allerdings hatte der gut betuchte Performance Künstler, der sogar mit Wollkunst liebäugelte, große Probleme das Geld für seine Projekte aufzutreiben. Seine Eltern glaubten nicht an ihn und seine demente Haushaltshilfte brachte das Fass wohl zum überlaufen, nachdem sie sich nicht an die einfache Bestellung eines Caffé Latte Macchiato mit Soya-Milch erinnern konnte. Allerdings Aaron auch nicht mehr wirklich.

Abwechslungsreich aufgepeppt durch Philosophie in der Dunkelheit, ob wir wirklich wissen warum wir Geld ausgeben und wofür bzw. wann es Kindern eigentlich selbst gehört und nicht mehr mit Wünschen und Träumen der Eltern behaftet ist, fand Aaron schlussendlich sein Glück in der Radio Lotterie und konnte sich mit seinem Vater versöhnen – im wörtlichsten Sinne des Wortes.

BundespräsidentIN Postbischiel und die östliche Genderfreiheit
Zieher & Leeb rockten die Bühne mit ihren Wunschformat und drei progressiven Geschichten aus dem Alltag. Hertha Postbischiel wurde die erste österreichische BundespräsidentIN, zum Leidwesen ihrer jugendlichen Tochter, die ab dann das Foto ihrer Mama in allen Schulklassen österreichs ertragen musste – eine neue Größenordnung von „Mama du bist so peinlich“. Zur gleichen Zeit lernten sich die freundliche Petra und eine noch Fremde am Friedhof und an den Gräbern ihrer verstorbenen Ehemänner kennen um eine wundervolle Freundschaft zu beginnen. Weit entfernt erwachte in Shila der Mann im Bollywood-klassischen Genre. Sie machte sich auf um Mann zu werden und ihre wahre Liebe zu finden.

Es dauerte nicht lange, da meldete sich die Hertha Postpischiel schon von Auslandsreisen, zum Beispiel aus Burma um über für Lohngleichheit für Burma und Mädls zu advokieren, was sie schlussendlich auch schafte durch ein Job-Sharing in der zweiten Amtsperiode mit Wirtschaftskammerpräsidenten Christoph „Grinsekatze“ Leitl. Shila lernte in London endlich mit dem schwulen Grenzkontrolleur die wahre Liebe kennen und entschied sich schlussendlich ihr Geschlecht zu ändern, weil eh zählt was drinnen ist und nicht draußen.

Bis heute Abend!

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