Am dritten Tage erschuf das Wiener Impro Festival 2016 wieder Premieren und Dernieren zugleich. Zuerst mit der Wiederaufnahme des Formats „Heimat bist du großer Dramen“, allerdings mit 5 einzigartigen Gästen im Ensemble. Danach spielte Quintessenz sich mit der Tageszeit in „1440/50“.

Lachtherapie für Aggressive
Der Improvista Social Club und ihre fünf Gäste entführten uns in ein typisches Wiener Kaffeehaus: aggressiv melancholischer Lehrer trifft zwider charmante Kollegin und schwelgt mit ihr in Erinnerung an entscheidende Momente ihres Lebens. Ob internationale Kommunikation mit drei Franzosen oder ein enttäuschter Straßenkehrer, letztendlich ist doch alles nichts gegen das Lachen, dass sogar das aggressivste Herz berührt: Die Erinnerung an eine immer-frohe Mutter einer Schülerin, wurde dann im Stile von Jelinek, Grillparzer und Netroy zu echtem österreichischen Theater gewandelt. Schließlich ist rot nicht nur die Farbe des Korrigierstifts, sondern vor allem die Farbe der Liebe.

Misslungenes Zeitstehlen in der Liebesnacht der Polar- und Pool-Lichter
Der gschupfte Ferdl hielt in erstklassig Gschupfter Manier die Polizei als Uhren- und Raritätendieb im Raum Hallstadt auf Trab, der erst bei seinem letzten Coup, dem Diebstahl des Uhrturms endlich gestellt werden konnte. Ein wohl betuchte Familie musste währenddessen im wunderschönen Poolhaus akzeptieren lernen, dass wohl nicht nur die Eltern noch verliebt waren, sondern auch ihr Sohn die erste und einzige Freundin hatt bzw. der Hausmeister auch gern mal mit dem Besitz seiner Dienstgeber auf Dates angab. Außerdem holte sich ein mächtiger Baron aus früher Zeit einen totsicheren Geheimtipp gegen Schlafbeschwerden: Den Zauberfrosch im Weir von Sir Lancelot und die Polarexpedition zweier Jungastrologen zu den Nordlichtern spendete der Welt mit einem einzigartigen Ritual eine Nacht des Verliebens.

Bis heute Abend!

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