Der letzte Abend des ersten Wiener Impro Festivals wurde von 12vorFuchs eingeläutet. In „Das versteckte Stück“ versuchte das Publikum fieberhaft eine geschriebene und vorher einstudierte Szene von all den improvisierten Szenen zu unterscheiden. Zwischen all den großartigen Szenen, wie der über eine gescheiterte Beziehung, dem französischen Liebesbriefduett und dem gereimten Beziehungsdreieck, den Pistazien Grazien, war jedoch die inszenierte Szene über einen Mann, der es mit den Frauen schwer hat, so unscheinbar, dass es im Endeffekt nur 5 glückliche Gewinner gab, die dem Rätsel auf die Schliche kamen.

Quintessenz verabschiedete in der zweiten Hälfte das diesjährige Wiener Impro Festival in ihrem vollimprovisierten Musical „Snap!“. Die Story führte den Helden, Genossen Igor, und somit auch das Publikum durch ganz Russland, entlang der Transsibirischen Eisenbahn. Während die Transsib von Gruppierungen aus dem Osten durch eine Bombe bedroht wurde, versprach der Kremel tolle Aufstiegsaussichten, sollte es Genosse Igor gelingen, die Katastrophe zu verhindern. Die Bombe explodierte dann doch und Genosse Igor sang ein herzzerreissendes Lied über sein Versagen. Doch dann trat Putin persönlich auf den Plan, um die Absichten des Kremel aufzuklären, die darin bestanden hatten den Helden zu prüfen. Genosse Igor hatte Mut bewiesen, weil er selbst im Angesicht des Todes noch bereit war für sein Land zu kämpfen und so wurde im die Ehre des Kremelchefs zu Teil. Ein gesangliches Spektakel, das im Publikum kein Auge trocken ließ.