Der Festival-Freitag hielt was er versprach: Einzigartiges Theater in wahnwitziger Ausführung.

In der ersten Show reiste 12 vor Fuchs aus der Dunkelheit ins Licht in „Out of the Dark“. Rosalinde das treue Wegbegleiterinnen-Kamel von Ach Ma Tschu Dach Med war durchaus pikiert, als er sie und einen Haufen Gold dem Sand-Baron des Orients gegen dessen Tochter und jede Menge Sand tauschen wollte – Sand wie Gold für Gold wie Sand. Vielleicht trifft und bekocht Jakobs Mama als Meisterin des Sandkuchen-Backens ja bald Brigitte und Jakob, das romantische Resultat eines Katakomben-Blind-Dates. Ob ihre Tochter wohl bald verdaut, dass sie die Grübchen ihres eigentlich Vaters und besten Freundes von Jakob nämlich Fred hat? Notfalls kann sie ja noch immer reißaus nehmen und auf dem Schiff von Kapitän Rauschbart anheuern – Pflaster gibt es sicher genug für un- und blutige Schürfverletzungen!

Zieher & Leeb starteten ihr Abenteuer mit tagesaktuellen Schlagzeilen und zeigten uns die wahren Geschichten dahinter. Evelyn hatte kein leichtes Los beim AMS mit Dr. Berghofer und seiner scheinbaren Digitalisierungs- und dann doch eher Lebenskrise. Ein Vorbild der Hass-Liebe, denn spätestens nach Jahrzehnten zusammen, werden alle großen und kleinen Sticheleien zur „liebgewonnen Routine“ und der Zug fährt schließlich für beide gemeinsam ab. Dass es in der Pension trotzdem noch rundgeht, bewies uns Erwin P. und seine zwei Liebschaften, vor allem als seine Frau schlussendlich „von der Ehe zurücktritt“. Er macht sich sicher nochmal nach Thailand auf und besucht den übergewichtigen und kettenrauchenden Affen fernab der Heimat, ein Duo Komikale der Extra-Klasse.

In der gemeinsamen Late-Night schenkte uns der Abend drei Song-Contest-Beiträge aus Litauen, Cuba und Kasachstan. Die offensichtlich drei-eiigen Drillinge aus Cuba mit dem gleichen Frauen-Geschmack schmissen sich ins Rennen mit einem Song voller Emotion und Lust, dicht gefolgt von dem Duett aus Litauen von einer Zuckerbäckerin und Herzchirurgin, zwei Gegensätze, die ohne einander nicht könnten und als Power-Duo auch bei Granaten-Hagel noch cool bleiben – solange es noch Nuss-Schnecken gibt. Den Abschluss machte die wundervolle kassachische Hymne an den Kaviar und den tanzenden Stör.

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